Gäste

© Matti Hillig

Max Biederbeck ging nach einem Studium der Politikwissenschaft an die Deutsche Journalistenschule. Seine Ausbildung erhielt er bei den Hauptstadtbüros von Spiegel und Süddeutsche Zeitung. Er berichtete als Reporter unter anderem für Spiegel und SZ aus Israel und der West Bank, anschließend war er vier Jahre als Feature-Redakteur Tech und Politik für das Magazin WIRED tätig. Bevor er zu AFP kam, arbeitete Max als politischer Reporter für das Magazin Watson. Bei AFP leitet er die deutschsprachige Faktencheckredaktion für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

„Falsch kontextualisierte Bilder stellen ein Rückgrat von Desinformation dar, sie dienen aber ebenso als mächtiges Hilfsmittel für die Verifikation“

Zusammen mit Tobias Hamelmann (G+J) und Ronka Oberhammer (DW) war Max Biederbeck (AFP Faktencheck) Gast der Podiumsdiskussion„Bildforensik als bildredaktioneller Arbeitsbereich?“, moderiert von Prof. Michael Hauri (HS Hannover). 

© Gerrit Wittenberg

Anja Bleyl, geboren 1986 in Anklam, Mecklenburg-Vorpommern machte nach ihrer Ausbildung von 2007-2010 am Lette-Verein Berlin ihren Abschluss als staatlich geprüfte Fotodesignerin. Anschließend ging sie ihrer Tätigkeit als freiberufliche Fotografin und technische Assistentin im Lette-Verein nach. Von 2011-2013 absolvierte sie ein Volontariat an der Axel Springer Akademie und arbeitete dort als Fotoassistentin/Foto-Editorin und Fotografin. Von Oktober 2014 bis 2015 war sie bei der BILD Bundesausgabe als Multimedia Redakteurin/Fotoredakteurin angestellt. Im Oktober 2015 ist sie in derselben Position zur FUNKE MEDIENGRUPPE (Zentralredaktion Berlin) gewechselt. Seit 2018 leite Anja Bleyl dort das Ressort der Fotoredaktion.

„Fachliche Fotokompetenz wird immer wichtiger, je mehr wir in die digitale Welt eintauchen und Grenzen verschwimmen.“

Zusammen mit Hendrik Brandt (HAZ) und Ina-Jasmin Kossatz (freie Bildredakteurin) war Anja Bleyl (Funke Zentralredaktion) Gast der Podiumsdiskussion „Bildredaktion ohne Bildredakteur*innen? Erfahrungen aus dem Lokaljournalismus“, moderiert von Dr. Felix Koltermann (HS Hannover). 

© Insa Cathérine Hagemann

Hendrik Brandt absolvierte 1988 nach seinem Studium der Geschichte, Philosophie und Erziehungswissenschaft ein Volontariat bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Von 1990 bis 1997 war er bei unterschiedlichen Tageszeitungsredaktionen in der MADSACK Mediengruppe tätig und trat 1997 den Posten als Ressortleiter Kultur bei der Hamburger Morgenpost an. Von 1998 bis 2001 war er Leiter des Ressorts Kultur bei der HAZ und wechselte 2001 in das Ressort Lokales, bis er 2006 die Geschäftsführung der MADSACK Medienagentur GmbH & Co. KG an trat. Seit 2011 ist Hendrik Brandt Chefredakteur der Hannoversche Allgemeinen Zeitung.

“Die Frage nach der Zukunft der Pressefotografie unter den Bedingungen digitaler Mediendisruption liegt auf dem Tisch. Die Antwort steht noch aus.“

Zusammen mit Ina-Jasmin Kossatz (freie Bildredakteurin) und Anja Bleyl (Funke Zentralredaktion) war Hendrik Brandt (HAZ) Gast der Podiumsdiskussion „Bildredaktion ohne Bildredakteur*innen? Erfahrungen aus dem Lokaljournalismus“, moderiert von Dr. Felix Koltermann (HS Hannover). 

© Helmut Fricke

Henner Flohr, geboren 1982 in Peine, aufgewachsen in Hannover, Magdeburg und Helmstedt. Nach dem Abitur und Zivildienst studierte er in Münster Englische Philologie mit den Nebenfächern Kunstgeschichte und Wirtschaftspolitik. Parallel zum Magisterabschluss begann er ein Volontariat in der Bildredaktion der „Financial Times Deutschland“, anschließend arbeitete er als Bildredakteur bei der Nachrichtenagentur dapd. Seit März 2011 ist Henner Flohr Bildredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und seit Dezember 2019 Leiter der Bildredaktion.

„Fotografie hat je nach Publikationskanal unterschiedliche Funktionen, aber die gehäufte Veröffentlichung inhaltsarmer Bilder führt dazu, dass Fotos auch im Journalismus zunehmend nur noch als illustratives Gestaltungselement betrachtet werden.“

Zusammen mit Amelie Schneider (ZEIT) und Nadja Masri (Ostkreuzschule) war Henner Flohr (FAZ) Gast der Podiumsdiskussion „Zeitungsfotografie zwischen Symbol und Information – Herausforderung für Bildredakteur*innen“, moderiert von Miriam Zlobinski.

© Georg Gerling

Winfried Gerling ist seit 2000 Professor für Konzeption und Ästhetik der Neuen Medien an der Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Design im Studiengang Europäische Medienwissenschaft,  der gemeinschaftlich mit der Universität Potsdam betrieben wird. Er ist im Direktorium des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften (ZeM) und seit Oktober 2018 Mitglied des Forschungskollegs „SENSING: Zum Wissen sensibler Medien“, das von der VolkswagenStiftung gefördert wird. Er studierte Kunst (Fotografie und Installation) an der Universität der Künste in Berlin (1988-94). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen: praktische, theoretische und historische Reflexion fotografischer Medien, digitale Ästhetik, mediale Umwelten und Medienkunst.

„Der Journalismus sieht sich mit der Verbreitung digitaler Fotografie und ihrer fundamentalen Beeinflussbarkeit vor einer gesteigerten Herausforderung, manipulierte von optimierten Bilder zu unterscheiden. Deshalb sind Bildforensik und andere datengestützte Methoden ein wichtiger Bestandteil aktueller bildjournalistischer Arbeit.“

Mit dem Impulsvortrag zum Thema „Methoden der Bildforensik“ von Prof. Dr. Winfried Gerling warf der Digitale Studientag Bildredaktion 2021 einen Blick in neue Bereiche der bildredaktionellen Arbeit. 

© Max Arens

Tobias Hamelmann hat einen abgeschlossenes Studium der Chemie mit Schwerpunkt auf Physikalische Chemie und Elektrochemie. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre in der Forschung am AGEF-Institut der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Zudem verfolgte er die freie Mitarbeit bei kleineren Verlagen für wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Themen. Seit 2006 ist er freier Verifikationsredakteur, Faktenchecker und wissenschaftlicher Fachberater, unter anderem für GEO, GEOlino, GEO kompakt, Lufthansa Magazin, stern VIEW. Seit 2016 ist er festangestellter Verifikationsredakteur bei GEO und Podcaster zum Thema Fakten und Faktencheck. Zudem leitet er mehrerer Seminare zum Thema Fakten und Faktencheck im Journalismus. Seit 2020 Leiter des Quality Boards bei Gruner +Jahr, das sich um Verifikation und Lektorat von ART, die GEO-Gruppe, P.M., stern und anderen Titel kümmert, sowie die zentrale Recherche und die Pressedatenbank im Verlag verantwortet.

„Faktencheck und Verifikation ist nicht nur für Texte wichtig, sondern auch bei Bildern, ihrem Kontext und den hinterlegten Informationen. Es ist wichtig zu wissen, wo Fehler oder Verfälschungen lauern können und wie man sie umgeht.“

Zusammen mit Ronka Oberhammer (DW) und Max Biederbeck (AFP Faktencheck) war Tobias Hamelmann (G+J) Gast der Podiumsdiskussion „Bildforensik als bildredaktioneller Arbeitsbereich?“, moderiert von Prof. Michael Hauri (HS Hannover). 

© Privat

Michael Hauri, Prof., Jg. 1983, ist seit 2021 Professor an der Hochschule Hannover. Er lehrt zu den Themen Digital Storytelling, audiovisuelle Produktion und Immersive Journalism. Michael Hauri ist Gründer und Geschäftsführer der Agentur 2470.media in Berlin. Nach dem Studium des Kommunikationsdesigns arbeitete er zunächst als freischaffender Fotograf, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Zeit. Seit 2011 ist er als Trainer im Auftrag von Redaktionen, Werbeagenturen, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Journalistenschulen tätig. Als Autor und Produzent multimedialer Webdokus wurde Michael Hauri u.a. mit einem Grimme Online Award und einem World Press Photo Award ausgezeichnet.

„Je einfacher künstliche Bilder und Videos erzeugt werden können, desto besser müssen Bildredakteur*innen die Werkzeuge kennen, um Fälschungen zu entlarven.“

Die Podiumsdiskussion „Bildforensik als bildredaktioneller Arbeitsbereich?“ mit den Gästen Tobias Hamelmann (G+J), Ronka Oberhammer (DW) und Max Biederbeck (AFP Faktencheck) wurde von Prof. Michael Hauri (HS Hannover) moderiert.

© Christian Burkert

Ina-Jasmin Kossatz ist freie Fotoredakteurin sowie freie Dozentin für Fotografie und Bild­redaktion an der FH Dortmund und an der Hochschule Hannover. Sie arbeitete an dem Projekt „Institut für visuellen Journalismus“ zwischen 2018 – 2019 zusammen mit Professor Dirk Gebhardt und Udo Milbret an der FH Dortmund. Sie volontierte und arbeitete als Bildredakteurin sechs Jahre bei der laif Agentur für Photos und Reportagen in Köln. Danach betreute sie unter anderem das Magazin „Impulse“ der Volkswagen Stiftung bildredaktionell bis 2016. Studiert hat sie an der Hochschule Hannover visuelle Kommunikation und zeitweise Bildjournalismus bei Professor Rolf Nobel.

„Lokale Medien sollten die visuelle Medienkompetenz ihrer Leser*innen nicht unterschätzen.“

Zusammen mit Hendrik Brandt (HAZ) und Anja Bleyl (Funke Zentralredaktion) war Ina-Jasmin Kossatz (freie Bildredakteurin) Gast der Podiumsdiskussion „Bildredaktion ohne Bildredakteur*innen? Erfahrungen aus dem Lokaljournalismus“, moderiert von Dr. Felix Koltermann (HS Hannover). 

© Privat

Norbert Küpper absolvierte eine Ausbildung zum Schriftsetzer und studierte danach Design an der FH Düsseldorf. 1984 gründete er das Büro für Zeitungsdesign. Er hat seitdem mehr als 180 Zeitungen neugestaltet, wie beispielsweise im Jahr 2020 die VDI-Nachrichten. Neben deutschen Zeitungen hat er auch Titel in Polen, Tschechien, der Slowakei, Österreich, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten neugestaltet. 1989 führte er eine Blickaufzeichnungs-Studie durch, mit der man das Leseverhalten messen kann. 2015 führte er weitere Studien mit einer modernen Blickaufzeichnungs-Kamera durch. Die Ergebnisse wurden in dem Buch „Zeitungsdesign und Leseforschung“ veröffentlicht. Seit 1999 veranstaltet er den European Newspaper Award. Der Wettbewerb gilt als größter Zeitungswettbewerb in Europa. Beim 22. Wettbewerb gab es circa 4.000 Einreichungen von mehr als 150 Zeitungen aus 25 Ländern. In den letzten Jahren wurde er zu Vorträgen eingeladen, zum Beispiel ZHdK – Zürcher Hochschule der Künste, 2019 und 2020; Hochschule Augsburg 2019; Danske Media, Kopenhagen, 2020. 

„Europas Zeitungen wenden sich in Print und Online mehr und mehr dem visuellen Journalismus zu.“

Mit dem Impulsvortrag zum Thema „Fotografie in der Zeitung – Trends in der Zeitungsgestaltung“ von Norbert Küpper startete der Digitale Studientag Bildredaktion 2021.

© Caroline Scharff

Nadja Masri ist freie Bildredakteurin, Dozentin und Beraterin. Sehr geprägt hat Nadja Masri ihre Zeit als Senior Photo Editor und Bureau Chief bei der Zeitschrift GEO in der pulsierenden Metropole New York und ihre Arbeit bei der Agentur Ostkreuz in Berlin. Seit 2010 leitet die Kommunikationswissenschaftlerin (M.A.) die Klasse Bildredaktion an der Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin und bildet mit großer Leidenschaft visuelle Expert*innen aus. Sie lehrt außerdem an der Fachhochschule Dortmund und auch wieder – online – am International Center of Photography (ICP), New York. Zudem gibt sie Workshops, hält Vorträge und juriert Fotowettbewerbe. 

„Zeitungen sollten möglichst keine langweilige Belegoptik veröffentlichen und auf keinen Fall Symbolbilder, die Stereotypen manifestieren. Gute und passende Bilder zu finden, die neugierig machen, mehr wissen zu wollen, ist eine Kompetenz, über die nicht jede*r verfügt, die aber essentiell ist für eine qualitativ hochwertige Optik.“

Zusammen mit Henner Flohr (FAZ) und Amelie Schneider (ZEIT) war Nadja Masri (Ostkreuzschule) Gast der Podiumsdiskussion „Zeitungsfotografie zwischen Symbol und Information – Herausforderung für Bildredakteur*innen“, moderiert von Miriam Zlobinski.

© Privat

Ronka Oberhammer wurde in Innsbruck geboren und absolvierte ihre Ausbildung zur Fotografin mit Stationen in Axams, Rom und Berlin. Danach nahm sie am Barnstorm-Workshop bei Eddie Adams und war Gewinnerin des Stipendiums der New York Times. Museumsfotografische Arbeiten unter anderem für das Käthe Kollwitz Museum Berlin und das Humboldt Forum. Seit 1998 ist sie bei der Deutschen Welle TV als freie Bildredakteurin tätig. Sie kuratierte Ausstellungen für Galerien in Tirol und Niederösterreich, war Dozentin für Fotografie an der Hochschule Design in Dessau und hält regelmässig Workshops für Kritische Bilder innerhalb der Deutschen Welle.

„Bildforensik beginnt mit einem kritischen Blick auf die Bildquelle.“

Zusammen mit Tobias Hamelmann (G+J) und Max Biederbeck (AFP Faktencheck) war Ronka Oberhammer (DW) Gast der Podiumsdiskussion „Bildforensik als bildredaktioneller Arbeitsbereich?“, moderiert von Prof. Michael Hauri (HS Hannover). 

© Evelyn Dragan

Amélie Schneider, 39, leitet seit zweieinhalb Jahren die Bildredaktion der Wochenzeitung DIE ZEIT, die dieses Jahr mit der Auszeichnung „European Newspaper of the Year“ geehrt wurde. Zuvor arbeitete sie in der Bildredaktion von GEO und 2008 bis 2018 bei dem Monatsmagazin NEON. Jurytätigkeit u.a. bei Otto-Steinert-Preis, Henri-Nannen-Preis, VGH Fotopreis, „Gute Aussichten – junge deutsche Fotografie“. Amélie Schneider hat Visuelle Kommunikation an der Academie Beeldende Kunsten Maastricht studiert. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

„Hinter jeder guten Bildentscheidung steht eine kluge blattmacherische Entscheidung.“

Zusammen mit Henner Flohr (FAZ) und Nadja Masri (Ostkreuzschule) war Amélie Schneider von der ZEIT Gast der Podiumsdiskussion „Zeitungsfotografie zwischen Symbol und Information – Herausforderung für Bildredakteur*innen“, moderiert von Miriam Zlobinski.

© Jens Poser

Miriam Zlobinski promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Geschichtswissenschaften über Das politische Bild im Fotojournalismus am Beispiel der Illustrierten Stern. Das Studium der Geschichte und Kunstgeschichte hat sie 2014 abgeschlossen, mit dem publizierten Sonderdruck zur Volksgenossin in der Modefotografie 1937-1939. Sie ist ausgebildete Journalistin (Radio/TV) und war 2016 Mitglied der Bildredaktionsklasse an der Ostkreuzschule für Fotografie. 2018 erhielt sie für ihre wissenschaftliche Arbeit den Research Grant der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung. Als Kuratorin betreute sie Ausstellungen im Maxim Gorki Theater, dem Auswärtigen Amt und zuletzt die multimediale Gruppenausstellung In Waves #womenincovid in Berlin. Sie ist Teil der Chefredaktion von Revue –Magazin für Fotografie und Wahrnehmung und Lehrbeauftrage an der Universität der Künste Berlin.

„Bildredaktionen arbeiten an einer elementaren Schnittstelle der heutigen Medienlandschaft, sie kombinieren visuelle Anreize und journalistische Sorgfaltspflicht.“

Die Podiumsdiskussion „Zeitungsfotografie zwischen Symbol und Information – Herausforderung für Bildredakteur*innen“ mit den Gästen Henner Flohr (FAZ), Nadja Masri (Ostkreuzschule) und Amelie Schneider (ZEIT) wurde von Miriam Zlobinski moderiert.

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