Der Visual Desk im Newsroom der Deutschen Presse-Agentur GmbH 2019

Glossar A-Z

Wie in so vielen anderen spezialisierten Handlungsfeldern unserer Gesellschaft, haben sich auch für die Arbeit von Bildredakteur*innen bestimmte Begriffe etabliert, die meist nur der Community bekannt sind und zum “Berufsjargon” gehören. Diese sind hier zusammen mit wichtigen Institutionen des Berufsfeldes aufgeführt.

Agence France Presse (AFP)

Französische Nachrichtenagentur mit eigenem Bilderdienst und globaler Reichweite

Akquise

Im Fotojournalismus sind Freelancer darauf angewiesen, eigenständig oder mit Hilfe von Agenturen Aufträge von Redaktionen einzuwerben. Diesen Prozess bezeichnet man als Akquise. Handelt es sich um einen Erstkontakt seitens der Fotografen, spricht man auch von Kaltakquise.

Assignment

Wenn ein Fotoreporter im Auftrag einer Redaktion einen Fototermin oder eine Recherchereise unternimmt, wird dies als Assignment bezeichnet. Für die Zeit, in der die Fotoreporter für ein Assignment arbeiten, sind sie in der Regel durch den Auftraggeber versichert.

Associated Press (AP)

Wichtigste amerikanische Nachrichtenagentur mit eigenem Bilderdienst und globaler Reichweite

Audioslideshow

Zeitgenössisches, digitales Präsentationsformat von journalistischer Fotografie, das sich durch eine Mischung meist statischer Bilder mit O-Tönen oder Musik auszeichnet und auch unter dem Stichwort Multimedia fungiert.

Aufhänger

Bezeichnet den aktuellen Anlaß für eine Berichterstattung

Aufmacher

Beitrag der prominent auf der ersten Seite einer Zeitung platziert ist und von dem die Redaktion annimmt, dass er die größte Reichweite und Relevanz besitzt

Augenzeugenschaft

Zentraler Begriff des Fotojournalismus der umschreibt, dass für das Erstellen fotojournalistischer Bilder die Anwesenheit im Feld als primärer Beobachter von zentraler Bedeutung ist. Dies unterscheidet den Fotojournalismus vom Textjournalismus der auch mit Zeugenaussagen arbeiten kann.

Beiwerk

Im Fotojournalismus spielt der Begriff Beiwerk vor allem im Bereich des Persönlichkeitsrechts und des Rechts am eigenen Bild eine große Rolle. So dürfen Bilder in denen Personen etwa neben Landschaft und Gebäuden nur Beiwerk darstellen, ohne die Erlaubnis der Abgebildeten verwendet werden.

Bildanalyse

Sammelbegriff für verschiedene Verfahren, um Bilder in materieller und immaterieller Form zu untersuchen; die Visuelle Kommunikationsforschung interessiert sich vor allem für Medienbilder, unter anderem für fotografische Bilder aus dem Bereich des Fotojournalismus und unterscheidet eine Produktions-, eine Produkt- und eine Wirkungsanalyse.

Bildagenturen 

Institutionen des Journalismus, die ausschließlich Bilder vermarkten, werden als Bildagenturen bezeichnet. Dabei wird zwischen den Wire und den Non-Wire unterschieden. Die Wire vermarkten im Unterschied zu den Non-Wire hauptsächlich tagesaktuelle Nachrichtenbilder.

Bildbearbeitung

Verfahren wie beispielsweise das Konvertieren vom digitalen Negativformat RAW in eine Tiff- oder Jpeg-Datei sowie die Anpassung von Kontrast und Helligkeit werden unter Bildbearbeitung gefasst. Was erlaubt ist und was nicht regeln die jeweiligen Codes of Conduct.

Bildberichterstattung

Unter diesem Begriff versteht man die Summe der in einem bestimmten Zeitraum zu einem bestimmten Ereignis veröffentlichten journalistischen Pressefotografien, entweder in einem einzelnen Medium oder Medium übergreifend.

Bilderdienste der Nachrichtenagenturen

Die wichtigsten globalen und internationalen Nachrichtenagenturen verfügen über eigene Abteilungen, die ausschließlich auf die Produktion und die Vermarktung tagesaktueller Bildnachrichten ausgerichtet sind und die unter dem Namen Bilderdienste firmieren.

Bildergalerie

Publikationsformat, das sich vor allem bei Onlinemedien findet, unter dem eine thematische Aneinanderreihung von Bildern meist unterschiedlicher Herkunft (Fotograf, Agentur, Region, …) verstanden wird.

Bildethik

Alle Fragen bezüglich des publizistischen Umgangs und des Zeigens von Bildern im öffentlichen Raum können unter dem Begriff Bildethik gefasst werden. Darunter fallen Fragen der Verbreitung und des Umgangs mit dem Recht am eigenen Bild.

Bildmanipulation

Darunter werden analoge oder digitale Techniken gefasst, die in den Bildinhalt eingreifen, wie z.B. das Retuschieren oder das Entfernen und Hinzufügen von Bildinhalten. Einige verstehen darunter auch die Inszenierung von Ereignissen für die Kamera. Beides stellt einen Bruch mit den Codes of Conduct des Fotojournalismus dar.

Bildnachricht

Eine Bildnachricht bzw. ein Nachrichtenbild sind das wichtigste Medium in der Nachrichtenfotografie. Darunter wird in der Regel ein Einzelbild verstanden, das nachrichtenrelevante Informationen visuell aufbereitet und die wichtigsten Fakten eines Ereignisses in einem Bild zusammenfasst.

Bildrecht

Alle Rechtsfragen bezüglich der Verwertung und Verbreitung von Bildern werden unter dem Begriff Bildrecht gefasst. Die wichtigsten Fragen dazu sind in Deutschland im Kunsturheberrechtsgesetz (KunstUrhG) festgelegt.

Bildschirmauflösung

Bezeichnet die Präzision der Darstellung von Bildinformationen durch einen Monitor; Die Auflösung wird in Pixel (Bildpunkten) gemessen und hängt von der Grafikkarte ab

Blattkritik

Diskussionsformat, das auf Redaktionskonferenzen Anwendung findet und unter dem die kritische Nachbesprechung der letzten Zeitungs- oder Magazinausgabe verstanden wird.

Bund freier Fotografen und Filmgestalter (BFF)

Verband freiberuflich tätiger Fotografen, vor allem aus dem Bereich der Werbe- und Corporate-Fotografie

Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA)

Interessenvertretung für deutsche Pressebild-Agenturen und Bildarchive

Buy-Out

Unter Buy-Out werden Verträge gefasst, bei denen der Urheber alle Rechte an seinen Fotografien für ein pauschales Honorar abgibt. Immer öfter versuchen Verlage und Redaktionen diese Klauseln umzusetzen um sich die Rechte für die Weitervermarktung zu sichern.

Caption

Ein im Fotojournalismus gebräuchlicher englischer Begriff, der die Bildunterschrift bzw. die Bildunterzeile einer Bildnachricht beschreibt. In der Caption sollen sich in sachlichem Stil die klassischen 5 W’s (Wer, Was, Wann, Wo, Warum) des Journalismus finden.

Chef*in vom Dienst (CvD)

Position in journalistischen Redaktionen, meist an der Schnittstelle von Ressorts und Chefredaktion, die vor allem mit der Organisation der journalistischen Produktion betraut ist und traditionellerweise oft auch die Bildredaktion übernahm.

Code of Conduct

Innerhalb des Fotojournalismus gibt es eigene ethische Regelwerke, die als Code of Conduct bezeichnet werden und den Umgang mit Fotografierten, Standards der Bildbearbeitung sowie der Publikation festlegen. Diese Regelwerke existieren sowohl in Standesverbänden als auch innerhalb von Bildagenturen.

Content

Neuer Begriff der vor allem in der Werbung Anwendung findet und stellvertretend für die Vermischung von Journalismus und Werbung steht; darunter wird verstanden, nicht ein Produkt zu bewerben, sondern Themen und Geschichten (content) zu generieren.

Content Management System (CMS)

Digitale Systeme, die auf der Basis von Datenbanken die Organisation, Verwaltung und Publikation von Inhalten ermöglichen

Corporate Magazine 

Auf dem heutigen, ausdifferenzierten Medienmarkt finden sich zunehmend Magazine, die von Wirtschaftsunternehmen oder anderen Institutionen zu PR-Zwecken herausgegeben werden. Diese werden als Corporate Magazine bezeichnet. Manchmal firmieren sie auch unter Kundenmagazin.

Covern

Aus dem englischen übernommener, eingedeutschter Begriff, der das fotografische Berichten über ein Ereignis oder einen Gegenstand beschreibt.

Credit 

Im Credit einer Fotografie werden die Bildrechte an einer Fotografie benannt. Dort finden sich Informationen sowohl über den Urheber, also den Fotografen, als auch die Rechteverwerter, z.B. eine Agentur.

Cropping

Aus dem englischen übernommener, eingedeutscher Begriff der das Zuschneiden von Bildern beschreibt; damit wird eine Zuspitzung auf die zentralen Bildinhalte nach der Aufnahme angestrebt.

Crowdfunding

Bezeichnet eine Möglichkeit, Projekte über Kleinspenden, hauptsächlich von Privatpersonen, direkt zu finanzieren. Dies läuft in der Regel über Internetportale wie Startnext. Der Begriff der „crowd“ bezieht damit auf die Masse der Internetnutzer als dem „Schwarm“ der eine Finanzierung stemmt.

Deutsche Journalisten Union (DJU)

Zweitgrößte deutsche Journalistengewerkschaft; gehört zur Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Deutscher Journalisten Verband (DJV)

Größte deutsche Journalistengewerkschaft mit eigenem Fachbereich für Bildjournalisten

Debriefing

Methode, die ein professionell angeleitetes Gespräch bezeichnet, das wenige Tage bis einige Wochen nach einer potentiell traumatisierenden Situation durchgeführt wird. In der Regel wird es vor allem bei Fällen der sekundären Traumatisierung in helfenden Berufsgruppen benutzt.

Dokumentarfotografie

Bezeichnet eine Spielart des Fotojournalismus, die sich auf die Bearbeitung von Themen und die Anfertigung von Reportagen spezialisiert hat. Das Dokumentarische beinhaltet eine Form der authentischen Wiedergabe der Realität.

DSLR

Abkürzung für das englische Wort “Digital Single Lens Reflex” (Digitale Spiegelreflexkamera) und im Fotojournalismus die am weitesten verbreitete Kameratechnik.

Durschschuss

Bezeichnet den optisch und technisch notwendigen Zwischenraum zwischen Zeilen im Textlayout, der für die Lesbarkeit und die Wahrnehmung von Textblöcken eine entscheidende Funktion wahrnimmt.

Editing

Bezeichnet den Prozess der Bildauswahl sowie der digitalen Nachbearbeitung, der nach der eigentlichen Aufnahmesituation stattfindet. In der digitalen Fotografie findet der Prozess standardmäßig am Computer statt. Welche Formen des Editing erlaubt sind, regeln die Codes of Conduct.

Editor (Bildredakteur)

Berufsbezeichnung für diejenigen, die entweder bei Nachrichtenagenturen oder publizierenden Medien für die Bildaus-wahl und -redaktion verantwortlich sind. Oft haben sie eine wesentlich größere Macht darüber, welche Bilder veröffentlicht werden als die Fotoreporter.

Editor’s Choice 

Damit wird eine Auswahl der besten tagesaktuellen Bilder durch den Editor (Bildredakteur) eines Bilderdienstes bezeichnet. Der Editor’s Choice ist ein Service für die Kunden, der jedoch dazu führen kann, dass sich die Chance erhöht, die gleichen Bilder bei verschiedenen Medien zu finden.

Editorial Use

Englischer Begriff für “redaktionelle Nutzung”; Mit diesem Hinweis werden Bilder etwa bei Bildnachrichtenagenturen versehen, wenn deren Verwertung ausschließlich im journalistischen Kontext gestattet ist.

Einstellungsgröße

Der Begriff kommt eigentlich aus dem Film aber findet auch in der Fotografie Verwendung und bezeichnet das Größenverhältnis des Abgebildeten im Verhältnis zum Bildrahmen. Unterschieden werden etwa Totale, Halb-Totale, Halbnah, Nah und Detailaufnahme.

Ereignis

Im Journalismus ist ein Ereignis ein klar benennbares, abgegrenztes Geschehen mit einem Anfang und einem Ende, das beobachtbar ist. Ein Ereignis unterscheidet sich damit klar von einem Thema. In der Journalismustheorie gibt es unterschiedliche Ereignisformen (genuines, mediatisiertes, inszeniertes Ereignis).

European Picture Agency (EPA)

Europäische Bildagentur die von europäischen Nachrichtenagenturen gegründet wurde, unter anderem von der dpa, die aber ausgestiegen ist

EXIF

Das Exchangeable Image Format (EXIF) ist ein Standardformat, um Metadaten in digitalen Bildern zu speichern. Die Informationen (Blende, Aufnahmezeitpunkt, …) werden direkt in die Jpeg- oder  Tiff-Datei geschrieben.

Feature

Unter einem Feature wird im Fotojournalismus eine Serie von Bildern gefasst, die alltägliche Themen beinhaltet. Es sind vor allem die Bilderdienste der Nachrichtenagenturen die Features anbieten.

Featurefoto

Bildgenre im Fotojournalismus, das besondere Momente des Alltags zeigt (frappierende Situation, überraschende Perspektive, Skurillität, …)

Fotobuch

Dieses Medium wird immer wichtiger für den Fotojournalismus, weil es dem Fotoreporter den größtmöglichen Grad der Kontrolle über sein Produkt ermöglicht und erlaubt, auch umfangreiche Reportagen und Projekte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Grunde ist es ein auf Fotografien basierendes Buch.

Fotografenagentur

Der Name Fotografenagenturen kommt daher, dass sich zu Beginn Fotoreporter zusammenschlossen und Agenturen zur Vermarktung ihrer Bilder gründeten, die auch in ihrem Besitz verblieb. Als klassisches Beispiel gilt die französische Agentur Magnum. Heute sind diese Agenturen oft auch kommerziell ausgerichtet und verfügen über unterschiedlichen Formen der Teilhaberschaft. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sowohl Fotoprojekte und Bilder aus dem Archiv vertreiben als auch Assignments an Fotografen vermitteln.

Fotografischer Akt

Der Moment, in dem ein Fotografierender und ein Fotografierter aufeinandertreffen, wird als fotografischer Akt bezeichnet. Diese soziale Begegnung ist im Fotojournalismus Voraussetzung für das Entstehen eines fotografischen Bildes.

Fotografischer Essay

Unter den verschiedenen Ausdrucksformen der Fotografie bzw. des Fotojournalismus ist der fotografische Essay das Format mit dem größten Grad an Individualität. Er zeichnet sich dadurch aus, dass ein Fotograf ein Thema mit einer individuellen Bildsprache aus einer persönlichen Perspektive heraus oft mit einem klaren Standpunkt bebildert.

Fotojournalismusethik

Im Unterschied zur Bildethik befasst sich die Fotojournalis-musethik mit den ethischen Prämissen des fotojournalistischen Handelns während des fotografischen Akts und der Produktion von Bildmaterial im Feld. Dazu gehört auch eine Ethik des Unterlassens, die sich im Nicht-Fotografieren zeigt.

Fotoreporter

Akteur im Fotojournalismus, der für Produktion von journalistischen Fotografien verantwortlich zeichnet. Es handelt sich also um einen Journalisten, der visuelle Informationen produziert und verbreitet. Wird auch Fotojournalist genannt.

Fototheorie

Dieser Begriff beschreibt wissenschaftliche Texte und Ansätze deren Ziel es ist, das Wesen der Fotografie theoretisch erfass- und erklärbar zu machen. Die Ansätze stehen sich dabei oft diametral gegenüber vor allem in Bezug auf die Rolle der Technik und den Wirklichkeitsbegriff des Mediums.

Fixer

Bezeichnung für lokale Arbeitskräfte im Journalismus, die den Reportern und Fotoreportern zuarbeiten, Kontakte herstellen und Recherchen übernehmen. Manchmal werden Fixer auch als Stringer bezeichnet. Vor allem in Krisenregionen tragen sie das höchste Risiko.

Flickr

Kostenfreie Online-Datenbank zum Verwalten privater Bildergalerien und Alben; Flickr war eine der ersten Anwendun-gen in diesem Bereich und wird auch von Fotografen an der Schnittstelle zwischen Amateur und Profi verwendet.

Freelancer

Fotoreporter, die ohne Festanstellung auf Basis der Selbständigkeit für wechselnde Arbeitgeber tätig sind, werden Freelancer genannt. In Deutschland werden sie auch als Freie bezeichnet.

Freelens

Deutscher Verein, in dem sich freie Fotojournalisten und Fotografen zusammengeschlossen haben

Freistellen

Entfernung des Hintergrundes einer Fotografie in einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop, so dass nur noch die Konturen etwa einer Person oder eines Gegenstandes zu sehen sind

FTP

Verfahren das den Austausch von Daten zwischen verschiedenen Rechnern in einem Netzwerk über ein bestimmtes Protokoll unabhängig vom Betriebssystem erlaubt. FTP ist die Abkürzung von “File Transfer Protocol”. Dieses Verfahren wird gerne von Druckereien und Verlagen für große Datenmengen genutzt.

Getty Images

Eine der wichtigsten internationalen Bildagenturen, die sowohl dokumentarisches Bildmaterial als auch Werbe- und Stockfotografie vertreibt

Handout-Pictures

Als Teil der Bildpolitik und des Versuchs, die Kontrolle über Bildmaterial zu behalten, gibt es unter Regierungen und Unternehmen die Praxis, den Zugang zu Ereignissen zu beschränken und stattdessen Fotografien, die von extra beauftragten Fotografen angefertigt wurden, als Handout Picture an die Presse zu geben.

Ikonografie

Ursprünglich wurde unter diesem aus der Kunstwissenschaft stammenden Begriff die Wesensbestimmung von Kunstwerken gefasst. In einem allgemeineren Verständnis wird heute darunter auch die dominante Bildsprache bzw. das visuelle Vermächtnis bestimmter Ereignisse oder Phänomene verstanden (z.B. die Ikonografie des Nahostkonflikts).

IPTC Standard

Abkürzung für den IPTC-NAA-Standard, eines vom Inter-national Press and Telecommunications Council (IPTC) und der Newspaper Association of America (NAA) entwickelten Formats zur Speicherung von Metadaten digitaler Bilder; die Daten werden mit dem Bild im Jpeg oder Tiff Format abgespeichert und beinhalten Hinweise zu den Bildrechten, dem Autor, Schlagworte, etc.

Jpeg

Digitales Format zum Speichern von Bildern; die Dateien können in unterschiedlichen Stufen komprimiert werden, so dass sie einfacher zu verschicken sind; je nach Grad der Komprimierung leidet darunter die Qualität der Bilder.

Layout

Grafische Entwurfsvorlage eines visuellen Kommunikationsmediums (Zeitung, Magazin, Webseite, …) die verschiedene Darstellungsmodi wie Bild, Text oder auch Video mit einander kombiniert

Layouter

Person in der Redaktion oder dem Verlag die das äußere Erscheinungsbild eines publizistischen Produkts entwirft bzw. gestaltet und die Inhalte in das vorgegebene Layout einpflegt.

Legende

Anderer Begriff für Bildunterschrift oder Caption, der in seiner Bedeutung jedoch etwas umfassender ist und jede Form von Erläuterungen zu Abbildungen umfasst.

Lightbox

Darunter wird ein gängiges Verfahren zur Präsentation von Bildern im Internet in einer Art Bildergalerie verstanden. Der Begriff stammt aus dem Webdesign. Die Lightbox ist ein Verfahren, bei dem sich beim Klick auf ein Vorschaubild das Bild großformatig vor meist dunklem Hintergrund öffnet.

Longreads

Bezeichnet ein langes Textformat im Internet als Teil des Longform-Journalismus; Charakteristisch ist oft die Multimedialität des Angebots in einer Mischung aus Text, Bild, Grafiken und Audio/Video.

Metadaten

Hiermit werden alle Zusatzinformationen bezeichnet, die neben dem eigentlichen digitalen Dateiinhalt mit abgespeichert werden können (z.B. Dateiname, Blende, …). Die Metadaten werden in unterschiedlichen Standards (z.B. IPCT) gespeichert.

MFM-Liste

Vom deutschen Verband BVPA herausgegebene Liste mit Honorarempfehlungen für die Fotobranche, die als Richtwerte für Assignments, Publikationen sowie die Zweitverwertung von Bildern gelten.

Nachrichtenagentur

Bezeichnet ein Medienunternehmen, das sich auf die Ver-marktung und Verbreitung tagesaktueller Nachrichten spezialisiert hat. Kunden des von den Agenturen kostenpflichtig angebotenen Service sind in der Regel andere Medieninstitutionen, die die Nachrichten an den Konsumenten weitergeben.

Nachrichtenfotografie

Die ist der Bereich des Fotojournalismus bzw. der Fotografie, der auf die Dokumentation tagesaktueller Ereignisse und die Produktion von Bildnachrichten ausgerichtet ist. Neben der Dokumentarfotografie ist es der wichtigste Bereich des Fotojournalismus, der vor allem von den Bilderdiensten bespielt wird.

Newsroom

Bezeichnet eine spezifische organisatorische Struktur in Redaktionen, die sich seit den 2000er Jahren aus den USA kommend weltweit etabliert hat und sich dadurch auszeichnet, dass alle Redaktionen in einem Großraumbüro zusammensitzen. Der Newsroom zeichnet sich durch vereinfachte Arbeitsabläufe und flachere Hierarchien aus.

Objektivität

Im Journalismus ist Objektivität die zentrale Referenzgröße, bei der es jedoch immer nur um eine Annäherung daran gehen kann. Konkret geht es um ein ganzes Set von Normen und Praktiken die journalistische Qualität sichern sollen. Im Fotojournalismus spricht man stattdessen von Authentizität.

Online-First

Publizistische Strategie innerhalb von Medienhäusern und Verlagen mit Print- und Online-Angeboten, immer zuerst die Online-Kanäle mit Nachrichten zu bespielen.

Overshooting

Der Begriff taucht vor allem im Zusammenhang mit digitale Fotografie auf und bezeichnet das eher wahllose auslösen um möglichst viel Rohmaterial für ein späteres Editing am Computer zu haben. Overshooting ist der Gegenpol zu schon mit der Kamera klar komponierten Bildern

Package

Unter einem Package wird ein Themenpacket verstanden, das von einer Nachrichtenagentur zu aktuellen Themen zusammengestellt wird und das meist Text und Bild enthält.

Parachutist

Bezeichnung für einen internationalen Journalisten oder Fotoreporter der temporär zu Berichterstattungszwecken in eine Konfliktregion reist. Der Begriff kommt vom englischen Wort „parachute“ (Fallschirm).

Photoshop

Eine Software des amerikanischen Software Unternehmens Adobe, die zu den wichtigsten Tools für die digitale Bildbearbeitung gehört. Im Fotojournalismus ist sie in Verruf geraten, weil sie aufgrund der einfachen Handhabe der digitalen Bildmanipulation Tür und Tor öffnet.

Pitch

Wenn ein Journalist oder ein Fotoreporter einen Themenvorschlag an eine Redaktion gibt, so wird dies als Pitch bezeichnet. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, ein Thema zu pitchen.

Play Report

Von den internationalen Nachrichtenagenturen zusammengestellte Berichte, die dokumentieren, wie oft welche Bilder gekauft wurden bzw. sich gedreht haben. Der Abdruck der Bilder wird auch als „play“ bezeichnet.

Pool

Bezeichnet eine Form, den Zugang zu bestimmten Ereignissen zu reglementieren. Der Pool wird aus einer Gruppe registrierter Agenturen und/oder Fotografen gebildet, die eine kleine Anzahl von Vertretern zum Covern eines Ereignisses schicken. Die Bilder stehen danach dann jedoch allen Pool-Mitgliedern offen. Die Regeln zur Teilnahme am einem Pool können unterschiedlich ausgestaltet sein.

Portfolio Review

Öffentliche oder private in der Regel kostenpflichtige Veranstaltungen, meist auf Fotofestivals, in denen Bildredakteure die Mappen oder Portfolios junger Fotografen anschauen und bewerten. Für Fotoreporter zu Beginn ihrer Karriere ist dies ein wichtiges Forum um Kontakte zu knüpfen und den eigenen Marktwert zu testen.

Porträt

Fotografische Darstellungsform, die auch in der journalistischen Fotografie gebräuchlich ist und das Abbilden von Menschen beschreibt. Es ist das einzige Format der journalistischen Fotografie, bei der dem Fotoreporter das Inszenieren von Personen vor der Kamera erlaubt ist.

Pressefotografie

Bezeichnet die in der „Presse“ bzw. den publizistischen Medien veröffentlichen Fotografien und Bildnachrichten. Sie können, müssen jedoch nicht fotojournalistischen Ursprungs sein.

Raw-Dateien

Digitales Format zum Speichern von digitalen Fotografien. Raw-Dateien funktionieren als eine Art digitales Negativ.  Sie zu manipulieren ist extrem schwierig, weshalb sie bei Wettbewerben hinterlegt werden müssen. Für die Bildbearbeitung werden sie in der Regel erst in Jpeg oder Tiff-Dateien umgewandelt.

Realität

Zentrale Bezugsgröße im Fotojournalismus; Unter “Realität abbilden” wird in der Regel verstanden, das was der Fotoreporter vor der Kamera sieht, aus seiner subjektiven Perspektive so umfassend wie möglich abzubilden, um einen möglichst breiten Blick auf das Geschehene zu ermöglichen.

Recht am eigenen Bild

Jeder Mensch hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob und in welcher Form Bilder von ihm produziert und verbreitet werden. Dieses Recht am eigenen Bild ist gesetzlich festgeschrieben und wird nur eingeschränkt, wenn man eine Person des öffentlichen Lebens ist oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt.

Rechteverwerter

Der Begriff beschreibt diejenigen Akteure, die im Auftrag oder unter Abtretung bspw. die Urheber und Verwertungsrechte von Fotoreportern vertreten. Dies sind in der Regel Agenturen, aber auch Institutionen wie die VG Bildkunst in Deutschland.

Redaktion

Organisatorische Einheit innerhalb von Verlagen, in der einzelne Redakteure zusammengeschlossen sind und die spezifische Arbeitsaufgaben übernehmen. Redaktionen gliedern sich weiter in Ressorts auf.

Redaktionelle Nutzung

Deutscher Begriff für “editioral use”; Mit diesem Hinweis werden Bilder etwa bei Bildnachrichtenagenturen versehen, wenn deren Verwertung ausschließlich im journalistischen Kontext gestattet ist.

Redaktionskonferenz

Regelmäßige, vom Erscheinungsrhythmus des Mediums abhängendes Zusammentreffen der Redakteure um die Planung von Beiträgen, die Schwerpunktsetzung, das Layout und die Aufgabenverteilung zu besprechen.

Redaktionssystem

Softwaresysteme, im engeren Sinne Content Managament Systeme, mit denen in Verlagen publizistische Inhalte von Zeitungen, Magazinen oder Webseiten verwaltet werden.

Remote-Editing

Bezeichnet ein bestimmtes Verfahren, in dem eine Gruppe von Agentur-Fotografen ihr gesamtes Bildmaterial ohne vorheriges, persönliches Editing an die Agentur gibt, wo dieses zentral bearbeitet wird. Dies geschieht zum Beispiel bei großen politischen oder sportlichen Ereignissen, um als Agentur einen besseren Überblick geben zu können.

Reportage

Wird auch als Königsdisziplin des Fotojournalismus gesehen. Darunter versteht man eine fotografisch erzählte Geschichte in Form einer Serie, die einen Anfang und ein Ende hat und entweder mit oder ohne Text erscheinen kann.

Ressort

Organisatorische Einheit innerhalb von Redaktionen, in der bestimmte Aufgabenbereiche unter anderem thematisch gebündelt werden, wie etwa im Auslands- oder Bildressort.

Reuters

Britische Nachrichtenagentur mit eigenem Bilderdienst und globaler Reichweite

Royaltee-Free

Lizenzierungsverfahren für urheberrechtlich geschützte Werke, bei dem durch das einmalige Bezahlen einer Gebühr ein unbegrenztes Nutzungsrecht erworben werden kann. 

Satzsspiegel

Maximal nutzbare bedruckbare Fläche auf einer Magazin-, Buch-, Zeitungsseite auf der Text- und Bildelemente platziert werden können.

Screenshot

Digitale Abbildung des angezeigten Inhalts eines Bildschirms oder eines Teils davon, etwa eines Programmfensters; wird auch als Bildschirmfoto bezeichnet

Serie

Damit wird in der Fotografie und im Fotojournalismus die Aneinanderreihung von Bildern mit einem ähnlichen Thema bezeichnet. Eine Serie kann auch einen konzeptionellen Rahmen haben und sich von der Reportage dadurch unterscheiden, dass in ihr nicht zwingend eine Geschichte erzählt werden muss.

Staffer

Der Begriff kommt vom englischen Wort „staff“ für Belegschaft. Im Fotojournalismus wird darunter ein festangestellter Fotoreporter bei einer Nachrichtenagentur verstanden.

Stock Photography

Neuer Markt für Fotografie, auf dem Bilder vor allem für Illustrationszwecke gehandelt werden. Die Fotografien für diesen Markt werden nach thematischen Gruppen wie z.B. Familie, alte Menschen, Schule, … systematisch vorproduziert und auf Halde (stock) gehalten. Kennzeichnend für diesen Markt sind besondere Lizenzierungsmodelle wie RF (Royaltee Free).

Storytelling

Eingedeutscher, aus dem Englischen stammender Begriff, der im Prinzip das Fokussieren auf das Geschichten erzählen beschreibt. Der Begriff ist Teil eines zeitgenössischen Trends auch außerhalb des Journalismus z.B. in der Werbung, über emotionale Geschichten Konsumenten anzuziehen.

Stringer

Auf Tagesbasis arbeitender Fotoreporter bei einer Nachrichtenagentur. Außerhalb des Fotojournalismus wird damit auch ein lokaler Guide für Auslandskorrespondenten bezeichnet, der wiederum auch unter dem Begriff Fixer läuft.

Stringer mit Guarantee

Ein Stringer, der unabhängig von der Anzahl der Aufträge und Bilder ein monatliches Mindestgehalt bekommt. Trotz allem ist damit keine Festanstellung und somit auch keine Arbeitsplatzsicherheit verbunden.

Symbolfoto

Publizistische Fotografie bei der es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Bild- und Textinhalt gibt; Findet eine gesonderte Erwähnung im deutschen Pressekodex

Teaser

Bezeichnet im Internet ein Bild oder einen Text, der beim Konsumenten Interesse wecken soll und zum Weiterlesen oder Weiterklicken animiert.

Ticker

Das Wort geht zurück auf die Übertragung von Nachrichten in die Redaktionen mittels Fernschreiber. Auch heute spricht man jedoch in der Branche davon, dass eine Nachricht über den Ticker gelaufen ist. 

Urheber

Fotoreporter gelten nach dem Urheberrechtsschutz als diejenigen, die das Recht an ihren Produkten bzw. Bildern besitzen und dieses vermarkten dürfen. Es gibt unterschiedliche Formen der Verwertung dieser Rechte, die aber den Charakter des Urhebers nicht beeinträchtigen.

Verschlagwortung

Um in Bilddatenbanken auffindbar zu sein, brauchen Bilder Schlagworte. Diese werden den Bildern entweder von den Urhebern oder den Bildredakteuren in den Agenturen zugewiesen. Die Schlagworte sind Teil der IPTC-Daten. Dieser Prozess wird Verschlagwortung genannt.

VG Bild-Kunst

Die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst vertritt die Urheberrechte von Bildenden Künstler und Fotografen in Deutschland.

We-Transfer

Niederländisches Unternehmen, das den Versand großer Daten an einen oder mehrere Empfänger über das Internet ermöglicht, ohne sich registrieren zu müssen. Mehr Features und größere Datenmengen sind bei We-Transfer-Plus erlaubt.

Wire

Historische Bezeichnung für Nachrichtenagenturen und deren Bilderdienste, die sich auf die Übertragung von Daten per Kabel (Wire) bezieht. Der Begriff findet im Fotojournalismus vor allem von Fotoreportern heute immer noch Verwendung.

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